Makanjira

 

Makanjira liegt in der Touristen-Zone Mangochi und hat eine Größe von etwa 150 mal 50 km und umfasst 90 Dörfer in denen ca. 100.000 Einwohner leben. Die Geschichte Makanjiras kann auf die Präkoloniale Zeit zurückverfolgt werden. Traditionelle Häuptlinge beteiligten intensiv am Sklavenhandel, so dass Makanjira einer der 3 größten Sklavenmärkte Malawis wurde. Viele dieser Palmen wurden von den Sklaven gepflanzt. Heute ist die größte Einnahmequelle in Makanjira die Landwirtschaft. Die Menschen arbeiten hart auf ihren Feldern, so dass die Ernte mehr Feldfrüchte einbringt und sie eine Existenzgrundlage haben.

Zu den Feldfrüchten gehören Mais, Reis, Erdnüsse, Hirse, Tomaten und vieles mehr, die auch in Makanjira auf dem Markt angeboten werden. Auch Jumas Mutter verkauft hier ihre Tomaten. Eine weitere Einnahmequelle bietet der Fischfang aus dem Malawisee, der sich um den Bereich Makanjiras ausdehnt. Die Geburtenrate steigt weiter und der Druck auf die wenigen Ressourcen wächst.
Wie viele andere Malawier, stehen die Menschen in Makanjira vor vielen Herausforderungen. Anfang des Jahres 2015 verloren aufgrund der schlimmsten Überflutungen der letzten Jahrzehnte viele Bauern in Makanjira und in anderen Teilen Malawis, ihre Ernte. Heute leiden einige Menschen unter Hunger. Am 10. Oktober 2013 „fiel eine dunkle Wolke auf Makanjira“, denn der visionäre und kreative Senior Chief von Makanjira starb nach einer kurzen Krankheit. Seitdem ist kein neuer Chief gewählt worden.

Seit Beginn der Partnerschaft mit Blantyre besteht auch die Partnerschaft des Freundeskreises zu der MpiliMpili Schule, die auch von den Städten Hannover und Blantyre unterstützt wird. Die Schule liegt östlich des Malawi-Sees im Distrikt Mangochi in der Nähe der mosambikanischen Grenze. Ihren Namen verdankt die Schule den alten Mpilipili-Bäumen, die überall im Ort stehen. Seit Ende der 1960er Jahre die Schulgebäude für die 1. bis – 8. Klassen sowie Lehrerhäuser und Latrinen. Aktuell besuchen 1244 Schülerinnen und 1325 Schüler die MpiliMpili Primary School, die von 9 Lehrerinnen und 3 Lehrern unterrichtete werden. Dringend benötigt werden Schulbänke, denn noch immer sitzen die Kinder in den meisten Klassenzimmern auf dem Boden. Besonders zu erwähnen ist auch die großartige und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der reisenden Werkschule Scholen bei Bremen der sog. „travelling workschool“ Seit 2014 verbindet Silvia Hesse eine ganz persönliche Beziehung zu Makanjira. Der Bauleiter Peter Pandoni stellte ihr seine Frau und seine kleine Tochter vor, die er Silvia genannt hat und liebevoll „little Silvia“ nennt.


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