Back to school – Erkenntnisse aus der Forschung zu Menstruation in Malawi

Silvia Hesse Allgemein

Vortrag mit Diskussion am 14.November 2021 um 19 Uhr digital

Anmeldung erforderlich

In ihrer Masterarbeit forschte Lynn Benda zu sozio-ökonomischen Faktoren der Menstruation von Schüler*innen in Malawi und wie Projekte dazu für mehr Gleichberechtigung sorgen können.

Rund die Hälfte der Weltbevölkerung menstruiert in regelmäßigen Abständen. Aber was ist, wenn die sozio-ökonomischen Zustände keine Menstruation in Würde zulassen? In ihrer Masterarbeit hat Lynn Benda Interviews mit Menschen in Malawi geführt, die in Projekte zu Menstrual Health (MH) an Schulen arbeiten. Herausgekommen sind spannende Erkenntnisse, die nahelegen, Menstruation als wichtigen Schlüssel zu Teilhabe, Gendergerechtigkeit und Selbstbewusstsein von jungen Menschen zu betrachten.

Je nach geographischen, sozioökonomischen, politischen und kulturellen Situationen, kann die Erfahrung rund um die Menstruation ganz unterschiedlich sein. Menstruation ist weltweit mit Tabus und Stigmatisierungen besetzt, sie ist mit Schwierigkeiten verbunden, die nicht nur einen gesellschaftlich-kulturellen Charakter haben können, sondern, wie oben bereits angedeutet, auf vielfältige Ursachen zurückzuführen sind.

Das Recht auf eine würdevolle Menstruation ist stark an die universellen Menschenrechte der Vereinten Nationen (VN) geknüpft, die unter anderem besagen, dass kein Mensch auf Grund seines Geschlechts diskriminiert werden darf und dass es ein Recht auf Bildung, den Zugang zu Wasser und sanitären Anlagen gibt (vgl. Loughnan et al. 2020 und Hennegan 2017). In vielen Ländern weltweit ist dies kaum möglich und vor allem junge Mädchen und Frauen stehen vor erheblichen Schwierigkeiten, ihren Alltag zu meistern.

In ihrer Masterarbeit hat Lynn Benda, Interviews mit Menschen in Malawi geführt, die in Projekte zu Menstrual Health (MH) an Schulen arbeiten. Herausgekommen sind spannende Erkenntnisse, die nahelegen, Menstruation als wichtigen Schlüssel zu Teilhabe, Gendergerechtigkeit und Selbstbewusstsein von jungen Menschen zu betrachten.

Impulsgeber für die Auseinandersetzung mit dieser Thematik, waren die Flying Girls Malawi, die unter anderem eng mit dem Freundeskreis Malawi und Städtepartnerschaft Hannover – Blantyre e.V. zusammenarbeiten. Sie setzten sich für Gendergerechtigkeit und Nachhaltigkeit ein und verstehen die Periode als wichtiges Schlüsselmoment, um diese Themen anzugehen.

In dem Vortrag mit anschließendem Diskussionsanteil, wird Lynn Benda die Erkenntnisse aus ihrer Forschung vorstellen und dafür sensibilisieren, wie wichtig die Auseinandersetzung mit einer vermeintlich so banalen Sache wie der Menstruation ist.

Veranstalter
Freundeskreis Malawi und Städtepartnerschaft Hannover-Blantyre e.V. baobab-zusammensein e.V.

Anmeldung erforderlich: Silvia.hesse@freundeskreis-malawi.de