Die Angst vor Hunger ist größer als vor Covid-19

Silvia Hesse Allgemein, Makanjira

In Malawi litten 2019 viele Menschen durch die Folgen des Zyklon IDAI. Betroffene aus Makanjira und Blantyre baten um Hilfe. Viele Menschen aus Hannover spendeten an den Partnerschaftsverein Freundeskreis Malawi und Städtepartnerschaft Hannover-Blantyre e.V. (FKM). 

Zur ersten Hilfe gehörte der Kauf von Reis und Mais, welche sowohl den besonders Bedürftigen in Makanjira als auch der Mpilimpili-Schule bereitgestellt wurden.

Für den FKM fuhren Silvia Hesse, Christopher Schmidpeter und Ralf Waselowsky nach Malawi, um sich vor Ort ein Bild von den Schäden durch Zyklon IDAI zu machen. Gemeinsam mit der Schulleitung, der ortsansässigen Frauengruppe und Partnern des FKM, sowie Daniel Mwakameka (AfES) und Juma Wasili entwickelten sie ein Projekt, das ca. 2.900 Schüler*innen und ca. 500 Anwohner*innen mit sicherem Trinkwasser versorgt.

Gleichzeitig lernen Schüler*innen und deren Familien nachhaltige Anbaumethoden des organic farming, um längerfristig die Ernährungssicherheit der Familien zu verbessern. Die Bewässerung erfolgt durch eine solarbetriebene Pumpe.

Dank der niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung und der Spender*innen aus Hannover kann dieses Projekt nun realisiert werden. Durch die Bereitstellung des Wassers sind die Ergreifung von Hygienemaßnahmen (regelmäßiges Händewaschen) möglich. Noch nie war es so dringend wie jetzt – in der Corona-Krise.