Über Malawi

 

Malawi ist ein Binnenstaat im Südosten von Afrika, umgeben von den Nachbarländern Mozambique, Zambia, und Tansania. Die Landschaft ist geprägt vom Malawi-See (früher Nyasa-See), der einen großen Teil im Osten des Landes einnimmt und von dem von Norden nach Süden verlaufenden Rift-Valley (Großer Afrikanischer Grabenbruch) mit weiten Ebenen, Bergketten und Hochplateaus. Die Bevölkerungszahl von Malawi wurde 2015 auf gut 17 Millionen Menschen geschätzt. Die Menschen leben überwiegend von der Landwirtschaft in meist kleinbäuerlichen Betrieben, die zum großen Teil von Frauen bewirtschaftet werden. Hauptnahrungsmittel ist Mais, zubereitet als „Nsima“, eine Art Maisbrei, der auch mit Bohnen und Reis zusammen gegessen wird.
Malawi hat als ehemalige britische Kolonie die Amtssprache Englisch beibehalten. Daneben leben die verschiedenen Stammessprachen und Dialekte fort. Obwohl Malawi zu einem der ärmsten Länder des afrikanischen Kontinentes gehört, konnte bisher durch die lokale Landwirtschaft die Ernährung der Bevölkerung zumeist aus eigener Kraft sichergestellt werden. Noch lebt der Großteil der Bevölkerung in ländlichen Dorfgemeinschaften. Auch funktionieren die demokratischen Strukturen bisher seit der Unabhängigkeit ohne Unterbrechung. Durch die inzwischen deutlich stärkeren Auswirkungen des Klimawandels ist dies erheblich bedroht.


Die Folgen des Klimawandels in Malawi

 

Malawi erlebt die Auswirkungen sehr deutlich durch

  • Veränderungen, insbesondere Verkürzung der Regenzeiten
  • Überflutungen und Dürreperioden
  • gesundheitliche Auswirkungen

Leidtragende sind die Bauern, Frauen und Kinder. Naturkatastrophen zerstören natürliche Ressourcen und bremsen immer wieder Entwicklungsfortschritte aus; z. B. können Kinder aufgrund von Zerstörungen durch Überflutungen nicht mehr zur Schule gehen. 2015 erlebte Malawi die schlimmste Flut. Sie hat viel zerstört. Tausende Menschen wurden obdachlos und viele haben ihr Leben verloren. Malawis Präsident Peter Mutharika rief für 15 der 28 Distrikte des Landes den Notstand aus und richtete einen Hilfsappell an die internationale Gemeinschaft, nachdem mehr als die Hälfte des Landes zum Katastrophengebiet erklärt werden musste.