Chivungweru – Animal Farm (nach Motiven von George Orwell)

leif Allgemein

29. 8. 2016, 19.30h, und 30. 8. 2016 , 11.00h, Theater im Pavillon Hannover

Nach seiner ersten Aufführung „der Tiger“ ist Mbene Mwambene aus Blantyre wieder in Hannover. Diesmal mit einer eigenen Inszenierung zusammen mit Marlene Wolter.

“Wir sind das Volk!” sagen die Tiere auf der Farm. Die Tiere sind die wütenden 99% auf dem Hof. Sie befreien sich aus dem Joch des Menschen, um in eine strahlende Zukunft zu schreiten. Ob klein oder groß, gerissen oder einfältig – kein Tier darf fortan ein anderes unterjochen. Alle Tiere sind gleich. Internationale Solidarität und Globalisierung! Das haben jedenfalls die Schweine der Farm so gesagt. Und den Schweinen wird geglaubt.
George Orwells Parabel über die Fallstricke eines Machtwechsels wird im Kontext kulturellen Widerstands zahlreich adaptiert und scheint eine übergreifende politische Sprache zu sprechen. Das Führungsprinzip der Schweine “Manche Tiere sind gleicher als andere” bleibt vielerorts zeitgemäß. Denn die Schweine, das sind nicht die Anderen; Die Schweine sind wir alle.
In “Chivungweru” gehen zwei PerformerInnen aus Malawi und Deutschland dem Aufstand der Tiere nach und erproben die Lust an Machtmissbrauch und Mitlaufen – im internationalen Kupfergeschäft wie auf der persönlichen Ebene. Welches Tier ist das perfekte Regierungstier? Was bedeutet die Idee von Gleichheit auf einer globalen Farm? Und welche Formen des Aufstands brauchen wir dort in Zukunft?
Ein Blickwechsel zweier nomadischer Tiere zwischen Physical Theatre und Performance.
Sprache: Englisch, Ndali, Deutsch
Dauer: 40 Min.

Von und mit: Mbene Mwambene, Marleen Wolter
Künstlerische Mitarbeit: Fettah Diouri
Produktion: Fettah Douiri, Silvia Hesse, Janika Millan and Mbene Mwambene
Eine Initiative des Freundeskreis Malawi und Städtepartnerschaft Hannover-Blantyre e.V. , des Kulturbüros, des Kulturzentrum Faust e.V. und des Pavillons
Gefördert durch das Kulturbüro der Landeshauptstadt Hannover